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29.01.2010
Brüder- und Schwesterntag / Jubiläum und Spirituelle Verbundenheit als Stärkung für Regionalisierung - Meldung


Im Rahmen des Brüder- und Schwesterntages haben 14 Diakoninnen und Diakone ihr 25-jähriges Einsegnungsjubiläum gefeiert.

(AM). Im Mittelpunkt des diesjährigen Tages der Diakonischen Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof, der am Wochenende in Bad Oeynhausen stattgefunden hat, stand das neue interne Leitbild der Mitarbeiterschaft. Es wurde als „Handlungsleitendes Bild“ im Herbst letzten Jahres verabschiedet nach einem breit angelegten Diskussionsprozess, an dem 2.050 und damit über 80 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt beteiligt waren. „Das Handlungsleitende Bild gibt uns eine Orientierung und ist eine große Hilfe, um die Herausforderungen der nächsten Jahre für den Wittekindshof aktiv und aus eigener Initiative gestalten zu können“, erklärte Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke bei der Vorstellung des Textes. Er hatte dabei sowohl demografische Veränderungen als auch neue gesetzliche Auflagen und Standards vor Augen, z.B. die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung oder das neue Wohn- und Teilhabegesetz, das das Heimgesetz abgelöst hat.

 

„Im Handlungsleitenden Bild haben die Mitarbeitenden eine Vision von einer inklusiven Gesellschaft beschrieben, in der Menschen mit Behinderung volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erhalten sollen. Es geht darum, dies durch die Unterstützung der Menschen in der täglichen Arbeit des Wittekindshofes zu ermöglichen“, berichtete der Vorstandssprecher, der gleichzeitig Vorsteher der Diakonischen Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof ist. Der geistlichen Dienst- und Lebensgemeinschaft, der rund 1.100 Wittekindshofer Mitarbeitende und weitere 300 Ruheständler angehören, kommt nach Aussage ihres Vorstehers bei der Verwirklichung von Inklusion und der Weiterentwicklung der Diakonischen Stiftung Wittekindshof eine wichtige Funktion zu: „Die Brüder- und Schwesternschaft kann in die Veränderungsprozesse die spirituelle Verbundenheit ihrer Mitglieder einbringen. Diese Band wird umso wichtiger, je stärker der Wittekindshof Angebote in verschiedenen auch weiter von einander entfernten Städte und Regionen in ganz Westfalen aufbaut“, ist Pfarrer Starnitzke überzeugt. Er hat darüber hinaus angekündigt, dass ausgehend vom Handlungsleitenden Bild in den nächsten Monaten ein externes Leitbild der Diakonischen Stiftung Wittekindshof erarbeitet werden soll, bei dessen Erstellung neben Mitarbeitenden auch Menschen mit Behinderung, Angehörige und Mitglieder des Stiftungsrates und des Kuratoriums mitwirken werden.

 

Neben der thematischen Arbeit, zeichnen Begegnung und Gottesdienste die Brüder- und Schwesterntage aus. In diesem Jahr haben zwei Diakone ihr 40-jähriges und 14 Frauen und Männer ihr 25-jähriges Einsegnungsjubiläum als Diakonin und Diakon gefeiert und wurden im Gottesdienst geehrt. Einhellig betonten die Jubilare den großen Zusammenhalt des Kurses seit der Ausbildung vor mehr als 25 Jahren: „Wir treffen uns regelmäßig, wissen, was den einzelnen beglückt und bedrückt. Wir sind einander wirklich zu Seelsorgerinnen und Seelsorgern geworden unabhängig davon, in welcher Position jemand im Wittekindshof oder anderswo tätig ist“, erklärt Diakon Hartmut Wloka. „Außerdem ist die Rüstzeit, die in der Ausbildung Pflicht war, in unserem Kurs zu einer guten Tradition geworden. Wir verabreden uns jedes Jahr zu einem Thema, diskutieren, beten und singen gemeinsam und freuen uns immer wieder über unsere Gemeinschaft“, ergänzt Diakon Rolf Henning.

 

Vor 40 Jahren als Diakon eingesegnet wurden Wolfgang Paczian (Minden) und Werner Piewitt (Lübbecke); ihr 25-jähriges Einsegnungsjubiläum gefeiert haben die Diakoninnen und Diakone: Petra Dette, Norbert Heider, Rolf Henning, Heike Laag, Agnes Strathmann, Hartmut Wloka (alle Bad Oeynhausen); Margitta Dreckmeier-Rahmöller, Regina Klesz-Küffmeier (beide Hüllhorst); Brigitte Exner, Beate Priebe-Thormann, Karin Ritter (alle Löhne); Kai-Uwe Bäurich (Nordwalde); Liane Pohlmann (Spenge) und Heinz Knefelkamp (Warmsen).




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