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Evangelisches Berufskolleg  Schulprogramm

Schulprogramm



Auszüge aus unserem Schulprogramm



 

Das im Schulprogramm entwickelte  Motto der Schule „Menschen begleiten – Kompetenzen entwickeln“ gründet sich auf das Leitbild des Schulträgers und der durch seinen Auftrag vermittelten Werte.

Die Ausbildung und Fortbildung von Mitarbeitenden ist nach der Satzung ein ausgewiesener Zweck der Diakonischen Stiftung (Satzung § 2, Abs. 2).

Die Diakonische Stiftung ist Träger des Evangelischen Berufskollegs, der Diakonenschule, der diakonisch-theologischen Ausbildung und der Diakonischen Sonderausbildung Wittekindshof.

 

Auftrag

 

Diakonie ist in dem Auftrag der Kirche begründet, Zeugnis von Jesus Christus in der Welt zu geben. Dienst der helfenden Liebe und Dienst mit dem Wort gehören untrennbar zusammen. Der diakonische Auftrag beeinhaltet ausdrücklich auch die Ausbildung für professionelles Arbeiten in externen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und der  Behindertenhilfe.

 

Menschenbild und Bildungsauftrag

 

Die Bildungsgänge des Evangelischen Berufskollegs bieten Orientierung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes. Sie lassen Lehrenden und Studierenden Raum für kritische Auseinandersetzungen und zur Gewinnung eines eigenen Standpunktes.

Protestantisch geprägte Bildung bestärkt die Verantwortungsbereitschaft besonders auch im Umgang mit Konfliktsituationen, sie mindert die Angst vor Pluralismus, verzichtet auf Moralismus und hält gleichwohl ethische Ziele im Blick. Als kirchliche Schule erhebt das Evangelische Berufskolleg den Anspruch, einen Beitrag zur kulturellen Diakonie und zur Bildungspluralität zu leisten.

 

Partnerschaft und Rollenklarheit

 

Im Mittelpunkt des schulischen Selbstverständnisses steht der Anspruch, eine Modellfunktion für berufliches Motivationsgeschehen zu bieten. Das pädagogische Selbstverständnis stellt daher die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden in den Mittelpunkt, gleichermaßen erfordert partnerschaftliches Miteinander ein hohes Maß an Rollenklarheit, um auf die berufliche Praxis übertragen werden zu können.

 

In der Beurteilung der internen schulischen Prozesse orientiert sich das Evangelische Berufskolleg der Diakonischen Stiftung Wittekindshof an den 2003 in Weimar verabschiedeten Standards für evangelische Fachschulen (siehe auch: Bericht zur Schulentwicklung vom 12.12.2005).

 

Die Studierenden: Menschen prägen die Ausbildung

 

In allen Bildungsgängen des Evangelischen Berufskollegs sind die Studierenden während ihrer Ausbildungszeit durchgängig in die berufliche Praxis eingebunden. Diese intensiven Praxiserfahrungen beeinflussen maßgeblich die Unterrichtsinhalte in den Lernfeldern. Sie ermöglichen eine problemorientierte und fachlich konstruktive Auseinandersetzung mit beruflichen Lernsituationen, die der Wirklichkeit und dem Bedarf der beruflichen Praxis entspricht.

 
Die Studierenden des evangelischen Berufskollegs erleben sich bereits am Anfang ihrer Ausbildung als subjektiv Verantwortliche für ihre persönliche und berufliche Entwicklung und erhalten die Chance, innerhalb der möglichen Rahmenbedingungen die berufliche Praxis mitzugestalten.

 

Der Bildungsgang Heilerziehungshilfe richtet sich an junge Menschen und berufserfahrene Umschülerinnen und Umschüler, die eine berufliche Erstqualifikation in Arbeitsfeldern der Behindertenhilfe anstreben oder sich für die besonderen Aufgaben in einem ihnen bisher fremden Berufsfeld qualifizieren möchten.

 

Die Fachschulen für Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege dienen der berufsbegleitenden Weiterbildung und richtet sich i.d.R. an Fachkräfte, die neben den allgemein bildenden Zugangsvoraussetzungen bereits über eine einschlägige berufliche Ausbildung (z.B. Heilerziehungshilfe, Kinderpflege, Sozialhelfer/in verfügen. 

Ganz besonders möchten wir auch Menschen ansprechen, die über eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, bundesweit anerkannte Fachhochschulreife) verfügen und bereits -z.B. im Rahmens eines freiwilligen sozialen Jahrs, eines diakonischen Jahres oder des Zivildienstes-  berufspraktische Erfahrungen sammeln konnten.

 

Der Aufbaubildungsgang Sozialmanagement ist ein spezialisierendes Weiterbildungsangebot an Menschen, die eine Leitungsfunktion in sozialen Einrichtungen anstreben oder bereits ausfüllen.

 

Einsteiger und Berufserfahrene

 

In schulischen Bezügen  profitieren berufliche Erstqualifikanten von berufsfelderfahrenen Menschen, der Altersdurchschnitt ist in der Regel insgesamt deutlich höher als an öffentlichen Berufskollegs (ca. 28 Jahre), der Anteil der Männer beträgt - auch in der Fachschule für Sozialpädagogik - etwa 50%. 

 

Die überschaubare Größe des Berufskollegs von ermöglicht es Studierenden und Lehrkräften, die berufliche Ausbildung in sehr engem und regelmäßigem Kontakt zu gestalten.

Dabei wird die subjektive Verantwortlichkeit in der Haltung der Studierenden gefördert und gleichermaßen gefordert.

 

Zusammenarbeit

 

Die Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Lehrkräften bezieht sich im Wesentlichen auf alle Prozesse des Bewerbungsverfahrens, der Gestaltung des gemeinsamen Schullebens, der Entwicklung der Curricula in den Bildungsgängen, der individuellen Bildungsgangsberatung und der Schulentwicklung.

 

Transparenz

 

Als geeignete Instrumente haben sich neben den regelmäßig vereinbarten Gruppen- und Einzelgesprächen insbesondere jährliche Maßnahmen zur internen Evaluation erwiesen. 

 

Verbindlichkeit

 

Jeder Studierende des Evangelischen Berufskollegs schließt mit der Schule bzw. dem Schulträger einen Schulvertrag ab. Studierende und Lehrkräfte verpflichten sich zudem, den in den jeweiligen Schulverträgen beschriebenen Vorgaben zu entsprechen.

 

Förderung und Beratung

 

Die Lehrkräfte des Evangelischen Berufskollegs verpflichten sich zur individuellen und kontinuierlichen  Förderung  und Beratung jeder Studierenden/jedes Studierenden, um eine bestmögliche Qualität der beruflichen Ausbildung zu erzielen.

Treten Lernhindernisse auf, deren Ursache in der privaten oder persönlichen Situation des  Einzelnen zu suchen sind, können die Studierenden die Beratung durch eine eigens ausgebildete Beratungslehrkraft in Anspruch nehmen.





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